7
Mrz
2017

Allein unter Wölfen…

Hallo Ihr Lieben,

Ihr merkt schon, ich habe meine Begeisterung für den bayerischen Wald entdeckt. Bin sozusagen im Wald-Entdecker-Modus.

Dieses Mal ging es für uns in das

Nationalpark Zentrum Falkenstein

Es war wunderbar! Wir haben uns aufgrund des Wetters gegen das Skifahren und für diesen Ausflug entschieden und was soll ich sagen… wir hatten einen entspannten und spannenden Tag, romantisch mit Winterwunderland und Schneegestöber…

Da wir zu Besuch in Bodenmais waren, haben wir das tolle Angebot der Waldbahn genutzt. Klasse Sache: stündliche Verbindung, halbe Stunde Fahrt mit leichtem Umsteigen und mit der Gästekarte die das GUTi – Logo zeigt fährt man sogar kostenlos.Schon die Fahrt durch die verschneite Landschaft war gemütlich…

Gleich hinter der Haltestelle Ludwigsthal starteten wir unsere Tour und hielten uns rechts in Richtung Steinzeithöhle. Auf dem Weg Richtung Tierfreigelände erreichten wir „den Ort vor unserer Zeit“ nach 15 Minuten. In der dunklen Höhle bekommt man einen Eindruck, wie Mensch und Tier vor Tausenden von Jahren zusammen lebten. Wenn Ihr mehr drüber wissen wollt:  Zur Reise in die EiszeitAls wir aus der Dunkelheit treten, wird das Scheegestöber immer stärker. Es ist leise und verwunschen. Vorbei geht es an einigen geschnitzten Holztieren und …… diesen schönen Weg entlang Richtung der Wildpferde und der Urrinder.Bei den Wildpferden gab es wohl gerade was zum Fressen. Sie waren, aus der Entfernung, an der Futterkrippe zu beobachten. Schöne Tiere mit hellem Fell.Als nächstes entdeckten wir die Schatten der mächtigen Urrinder unter den Bäumen.Nur die Vögel waren zu hören, als wir hier durch den Wald liefen, …… vorbei an tief verschneiten Bäumen und …… den Aussichtsturm am Wolfsgehege erreichten.Wegen Rutschgefahr konnten wir nur die erste Etage erklimmen. Da die Wölfe aber so nett waren und direkt vorbei schauten, hatten wir von hier aus einen super Blick!Noch besser wurde es, als wir die Brücke über das Gehege erreichten.Eine Gruppe Hobbyfotografen wartete hier mit Stativen und Teleobjektiven wohl schon seit 8 Uhr morgens auf die Wölfe. Pünktlich zu unserer Ankunft, es war schon nach zwölf, zeigte sich das ganze Rudel und wechselte mehrmals unter der Brücke durch.Aufmerksam beobachteten die Tiere unser Treiben.Tolle Tiere mit einem wunderschönen beige/braunen Fell und einem ausgeprägtem Gemeinschaftssinn.Nachdem wir die Wölfe ausgiebig bewundert hatten, ging es weiter über die Brücke in Richtung …… dem „Haus zur Wildnis“. Hier erhaltet Ihr von fachkundigen Mitarbeitern Informationen über Erlebnisangebote, Führungen, Sonderveranstaltungen und Tipps für den Nationalpark.

In der teils interaktiven Ausstellung haben wir viel Neues entdeckt und es hat riesig Spaß gebracht in dunklen Fühlkisten den Inhalt zu ertasten und zu erraten, den Blick durch Mikroskope auf kleinste Teile zu werfen, die plötzlich tolle Strukturen bekamen, durch den Wurzelgang zu wandern und das Leben unter dem Laub zu erforschen und vieles mehr.

Ein 3D – Kino entführt auf eine Wildnisreise, die Brillen dafür sind im Souvenirladen erhältlich. Das Programm wird durch weitere Naturfilme ergänzt.

Damit sich die Kids austoben können, gibt es einen Indoor – Kletterbaum. Toll gemacht! Außen gibt es an der Terrasse einen weiteren Spielplatz, den wir aber in diesem Fall nicht genutzt haben.

Ausgewählte Bücher und Andenken gibt es in einem kleinen Laden und wer mittlerweile hungrig geworden ist, kann sich in der Gastronomie, die eine Auszeichnung  „regional & fair“ erhalten hat, verköstigen lassen.

Hier gibt es noch weitere Informationen über das „Haus zur Wildnis“

Aufgewärmt und gesättigt machten wir uns auf zu den Luchsen. Hier hatten wir nicht ganz so viel Glück wie bei den Wölfen. Okay, wir haben einen Luchs gesehen… aber ehrlich gesagt war er ziemlich weit weg und lag mit dem Rücken zu uns…

Also haben wir den Weg zur Bahn angetreten.Nachdem wir wohl doch zu lange auf die Luchse gelauert hatten, war unser Zug weg – das heißt wir hatten noch ein bisschen Zeit für Fotos und vor allem für eine ausgiebeige Schneeballschlacht.

Wieder im Zug, liesen wir die Landschaft an uns vorbeiziehen und freuten uns wie Schnitzel auf einen warmen Pool im Hotel – also zumindest Paulina – ich war gedanklich eher bei der Liege …

So, wenn Ihr jetzt auch mal vorbeischauen wollt, hab ich hier noch ein paar Infos für Euch:

Anreise:

  • Bahn: mit der Waldbahn KBS 905 kommt Ihr direkt an die Haltestelle Ludwigsthal und befindet Euch damit schon im Gelände. Weitere Infos: Bayerwald-Ticket
  • Bus: Falkenstein-Bus
  • Auto: von der B11 zwischen Zwiesel und Bayerisch Eisenstein abbiegend, kostenpflichtiger Besucherparkplatz, Navi-Zieladresse: Eisensteiner Straße, 94227 Ludwigsthal

Öffnungszeiten:

  • Das Tierfreigelände selbst ist ganzjährig und stets frei zugänglich. Im Winter wird geräumt und gestreut! Die Besucherwege sind sehr gut beschildert und auch für Kinderwägen und Rollstühle geeignet. Der Weg zwischen dem „Haus zur Wildnis“ und dem Besucherparkplatz wird sogar abends bei Bedarf beleuchtet.
  • Die aktuellen Öffnungszeiten für die Höhle und das „Haus zur Wildnis“ findet Ihr hier: Nationalpark Bayerischer Wald

Weglänge: cirka 2 km, reine Gehzeit: cirka 1 Stunde

Hunde: Dürfen mit kommen, müssen aber natürlich an die Leine!

Tourist-Info: Gemeinde Lindberg

Noch ein Tipp zum Schluß, falls Ihr Euch noch nicht ausgepowert habt:

  • rund um Ludwigsthal gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten, unter anderem auch den Weg zum Schwellhäusl, den ich Euch kürzlich hier auf dem Blog vorgestellt habe: Wanderung zum Schwellhäusl

Jetzt wünsche ich Euch eine ganz tolle Zeit und würde mich sehr freuen, wenn Ihr den Weg in den Bayerischen Wald findet und von Euren Erfahrungen in der Kommentarfunktion berichtet! Oder vielleicht ward Ihr ja schon da und habt noch weitere Tipps …

Ganz liebe Grüße, mittlerweile wieder aus Landshut,

Anja vom Landei und die Forschermaus Paulina

 

 

 

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