15
Jul
2021

Regenbogentorte

Vor vier Jahren wünschte sich unsere Tochter zum ersten Mal eine Regenbogentorte und was macht man als begeisterte Mama und bekennende Kindergeburtstagsverrückte: Man backt eine Regenbogentorte, nicht wissend auf was man sich da einläßt und was das für die kommenden Jahre bedeutet!

Ich kann Dir sagen, es gab Momente, da hätte ich die Dinger an die Wand klatschen können und ich habe mein Versprechen, eine Regenbogentorte zu backen wirklich verflucht…

Und so fing die Geschichte an:

Das war unsere erste Torte frei nach einem Naked-Cake Rezept! Okay, sie war sehr „Naked“, hatte aber auch irgendwie was und war schon ziemlich lecker!

Zum 10. Geburtstag sah die Sache von außen schon professioneller aus, blieb aber aufgrund von unseren damaligen Rührteigböden recht flach und fest. Paulina hatte in der Schule versprochen, zwei Torten mitzubringen, dazu eine für den Kindergeburtstag… irgendwann zwischen gefühlten 1000 Böden dachte ich, ich drehe ab…

Zum elften Geburtstag hat die Buttercreme leicht gekrisselt und die Böden waren nicht so fluffig.

Aber dann! Was soll ich sagen… vier Jahre später und wir haben es geschafft:

Erstens:

Wir haben das perfekte Rezept und das richtige Mehl dazu! Fluffige bunte Böden und eine leichte, fein gesüßte Buttercreme. Superlecker, bei den Kindern beliebt und mit wesentlich weniger Zucker und Fett als bei den herkömmlichen Rezepten.

…und Zweitens:

Paulina und ihre Freundin haben mit ihren fast 12 Jahren die Torte selbst gebacken!!!

Okay… ich habe die Küche zwei mal in Folge saniert… das erst Mal nach der Fertigstellung der Böden, das zweite Mal am nächsten Tag nach der Dekoschlacht… aber macht nichts, weil

a) das lernen sie auch noch (irgendwann)!

b) Du kannst Dir das Ergebnis schmecken lassen!

Ich sage Dir! Ich bin so was von stolz auf die Mädels!!!

Und nun zu Deiner Regenbogentorte! Natürlich gibt es hier gleich noch das Rezept mit vielen Tipps zum Nachbacken! Neu für Dich! Das Rezept zum Ausdrucken!

Es ist einfach beschrieben, damit auch die Kinder ihre eigene Regenbogentorte backen können! Das funktioniert je nach Erfahrung so ab dem 11. Geburtstag. Wichtig ist, dass es Ausdauer beim Backen hat, Du solltest so 4 Stunden rechnen und natürlich solltest Du Dein Kind begleiten und beim Organisieren und vor allem am Ofen helfen, denn erst so ab 14. Jahren (je nach Kind), kommen sie komplett allein damit zu recht und auch nur, wenn sie Backerfahrungen haben.

Die Erstellung des Rezeptes wurde durch die Hainmühle in Morsbach unterstützt. Daher findest Du hier Partnerlinks zum Onlineshop des Mühlenladens. Kaufst Du über diese Links ein, entstehen Dir keine zusätzlichen Kosten! Du bekommst gesunde, regionale und besondere Zutaten aus der letzten aktiven Mühle des Altmühltals und ich werde in meiner Arbeit unterstützt und kann weiter an Rezepten und Ideen arbeiten! Das freut mich natürlich besonders!

Das brauchst Du für Deine Regenbogentorte:

Achtung: Wir haben eine riesige Regenbogentorte gebacken! Aus dieser kannst Du 24 schmale Stücke schneiden!!! Da sie ja sehr hoch und gehaltvoll ist, schaffen die meisten Kids nicht mehr wie ein Teil! Du kannst also damit ungefähr 24 Personen verwöhnen. Wenn Du eine kleinere Variante backen möchtest, dann ist das natürlich auch kein Problem. Einfach alle Zutaten halbieren und eine Backform mit 18 cm Durchmesser verwenden.

Für den Bisquit – 6 Böden:
  • 12 Eier
  • 480 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Prise Salz
  • 600 g Bio-Dinkelmehl aus der Hainmühle. Was Du über besonders gut verträgliches Dinkelmehl wissen solltest, findest Du hier!
  • 6 Tl Backpulver
  • Speisefarbe in gelb, grün, blau und rot
  • Backpapier
  • Backform mit einem Durchmesser von 24cm oder 26cm
Für die Buttercreme:
  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen
  • 1 l Milch
  • 60 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 100 g Puderzucker
Für die Deko:

Hier kannst Du natürlich Deiner Fantasie freien Lauf lassen! Verwende Streusel in allen Farben und Formen, Marshmallows und bunte Schokolinsen. Wir haben uns dieses Mal für folgendes entschieden:

  • Minimarshmallows
  • Pastellstreuselmischung

Und so geht es:

Backofen auf 170 Grad mit Ober/Unterhitze vorheizen.

Die Zutaten für die Bisquits halbieren und den Teig für 2×3 Böden zubereiten. Warum aufteilen? Damit der Teig nicht zu lange warten muss, um gebacken zu werden. Bereitet man die volle Menge zu, werden zummindest die letzten beiden Böden nichts mehr. Daher Teig für 3 Böden herstellen, färben und einzeln backen. Wenn der dritte Boden im Ofen ist, mit dem Teig für die nächsten 3 Böden beginnen.

Mit dem Thermomix ist der Teig für die Biskuits ruckzuck fertig:
  • Schmetterling in den Thermomix einsetzen.
  • Die Hälfte der Zutaten für die Böden in den Mixtopf packen und 50 Sekunden auf Stufe 3 verrühren. Voila, das war es schon!
Und so geht es ohne Thermomix:
  • Auch hier bitte die Zutaten halbieren und in zwei Schritten vorgehen!
  • Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Eischnee schlagen.
  • Zucker und Vanillezucker während des Schlagens einrieseln lassen.
  • Eigelbe einzeln unterziehen.
  • Das Mehl mit dem Backpulver mischen und auf die Eimasse rieseln lassen. Vorsichtig unterheben.
Und so geht es mit dem Teig weiter: 
  • Verteile den Teig in drei Schüsselchen und färbe ihn mit der Speisefarbe bis zur gewünschten Intensität ein. Je nach Farbe benötigst Du nur ein paar Tropfen bis zu einer halben Tube. Für lila mischt Du ein paar Tropfen rot mit ganz wenig blau und für orange mischt Du gelb mit etwas rot.
  • Lege den Boden der Kuchenform mit Backpapier aus.
  • Damit der Teig gut den Rand „hochkrabbeln“ kann, diesen nicht mit Butter einfetten.
  • Den ersten Teig einfüllen und ab in den Ofen auf die mittlere Schiene. Dies sollte sofort nach der Teigherstellung passieren, da sonst die Luft aus der Masse entweicht und der Bisquit nicht so locker wird.
  • Die Backzeit beträgt circa 15 Minuten, ist aber grundsätzlich von Deinem Ofen abhängig. Am Besten machst du eine Stäbchenprobe: piekse mit dem Rückteil eines Streichholzes in den Teig – bleibt kein klebriger Teig hängen, ist der Boden fertig.
  • Den Boden aus der Form lösen und vor der Weiterverarbeitung auskühlen lassen.
  • Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Böden für den Regenbogen fertig sind.
Und nun zur Buttercreme:
  • Ein Päckchen Puddingpulver mit 30 g Zucker vermischen und mit 50 ml Milch glatt rühren. Ich mache das in einem Schüttelbecher, das geht schnell und gibt keine Klümpchen, wenn man anständig schüttelt!
  • 450 ml Milch aufkochen, vom Herd nehmen und angerührtes Pulver mit einem Schneebesen einrühren.
  • Pudding unter Rühren 1 Minute aufkochen. Achtung er brennt schnell an!
  • Diesen Vorgang wiederholen!
  • Auskühlen lassen.
  • Warum ich nicht beide Puddingpäckchen auf einmal verarbeite? Ich persönlich finde es ist mit einem halben Liter Milch einfacher! Bei einem ganzen Liter brennt der Pudding schnell an. Sollte es doch mal passieren, den Pudding sofort in eine Schüssel umfüllen, damit der angebrannte Geschmack sich nicht auf die ganze Puddingmasse verteilt.

Fertigstellung der Creme mit dem Thermomix:

  • Rühraufsatz (Schmetterling) einsetzen
  • Butter in Stücken und den Puderzucker in den Thermomix geben.
  • 1 Minute auf Stufe 4 mixen.
  • Creme mit dem Spatel wieder nach unten schieben.
  • Nochmals 20 Sekunden auf Stufe 4 mixen.
  • Den Messbecher aus dem Mixtopfdeckel entfernen.
  • Nun den Pudding esslöffelweise zugeben, während der Thermomix auf Stufe 3 läuft. Achtung: nicht mit dem Löffel in den Thermomix kommen – Verletzungsgefahr!!! Außerdem ist es ganz wichtig, nicht den ganzen Pudding auf einmal reinzukippen, da sonst lauter kleine oder auch größere Klumpen entstehen!

Fertigstellung der Creme auf die herkömmliche Art:

  • Butter und Puderzucker mit dem Mixer cremig rühren.
  • Den Pudding löffelweise unterrühren. Auch hier wichtig: nicht den ganzen Pudding auf einmal reinkippen, da sonst lauter kleine oder auch größere Klumpen entstehen!
Endspurt – nun wird dekoriert:
  • Setze den lilanen Boden auf eine Platte, die Du auch später zum Anrichten verwendest, aber auch in den Kühlschrank bekommst, da Du voraussichtlich die Regenbogentorte nicht mehr großartig bewegen kannst.
  • Teile die Buttercreme in 7 Teile ein.
  • Verteile den ersten Teil der Buttercreme auf den lilanen Boden und verstreiche sie gleichmäßig. Am Besten geht das mit einem speziellen Buttermesser oder einer Teigkarte. Das hast Du nicht zu Hause? Keine Sorge, notfalls geht das auch mit einem sauberen (!!!) Geodreieck!
  • Es folgt der blaue Boden / Buttercreme / grüner Boden / Buttercreme / gelber Boden / Buttercreme / oranger Boden / Buttercreme / roter Boden / Buttercreme.
  • Den letzten Teil Buttercreme verteilst Du möglichst gleichmäßig auf dem Rand. Kein Problem wenn nicht alles hundert Prozent bedeckt ist… Naked Torten sind im Trend!
  • Nun noch die Marshmallows, Steusel oder was auch immer, nach Deinem Geschmack verteilt, das ganze Werk eine Weile im Kühlschrank gekühlt und Voila:
Du bist stolzer Besitzer einer superoberleckeren Regenbogentorte!

Wie versprochen findest Du hier die Rezepte einfach für größere Kinder erklärt zum Ausdrucken und zwar einmal für den Mixer und einmal für den Thermomix!

So, das war es für heute von unserer Seite! Wir hoffen, Dir gefällt das Rezept! Wie immer freuen wir uns sehr über Kommentare und Erfahrungen hier auf dem Blog und wenn Du Lust hast, dann poste doch ein Foto von Deiner Regenbogentorte auf Instagram mit dem #landeiundco. Wir freuen uns sehr auf Dein Werk!

Liebe Grüße,

Anja von Landei & Co und die beiden jungen Bäckerinnen!

PS: Damit Du dieses Rezept immer wieder findest, pinne es doch gerne auf Deine persönliche Pinwand! Pin It!!!

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2 Responses

  1. Landei und Co

    wow, das ist wirklich ein Kunstwerk. Und dabei noch von Kindern gebacken, großen Respekt. Auch die gesunden Zutaten, wie Dinkelmehl, sind nur zu empfehlen. Ich backe schon seit vielen Jahren damit, es schmeckt wunderbar.

    1. Landei und Co

      Vielen lieben Dank! Ja, da sind die beiden wirklich über sich hinausgewachsen… fast 5 Stunden… das erfordert schon ein bisschen Geduld!
      Wir backen auch schon ewig mit Dinkel… ich kann mich erinnern, als ich klein war, haben wir sogar selbst gemahlen. Bestimmt hast Du dann schon das tolle Mehl der Hainmühle entdeckt. Hier bekommst Du noch die alten Dinkelsorten, die wesentlich bekömmlicher und wertvoller sind.
      Herzliche Grüße,
      Anja

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