16
Jan
2019

Wandern auf dem Vulkan – der Puy de Dôme

Hallo Ihr Lieben,

Nach einem Stadtbummel und einer Schloßbesichtigung wurde es bei unserem dritten Stopp Zeit für ein Naturerlebnis! Dafür haben wir uns ein heißes Terrain ausgesucht! Nämlich die Vulkane der Auvergne im Zentralmassiv.

Der jüngste Ausbruch liegt gerade mal 8 000 Jahre zurück und so kann man diese Berge wohl als eher jung betrachten. Unser Ausflug führte uns auf den Puy de Dôme, der mit seinen 1 465 m der höchste von 80 Vulkanen in der Kette ist. Außerdem gehört er zu den „Grand Site de France“, also einem der Naturschätze Frankreichs und seit 2018 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe!

Da wir uns nach wie vor über traumhaftes Wetter freuen durften, haben wir uns dafür entschieden, den Weg nach oben bei über 30 Grad mit der Zahnradbahn anzutreten.

Klar, wir sind an diesem Tag nicht die Einzigen mit dieser Idee und so ist es recht voll. Dennoch können wir schon mit der nächsten Bahn, die um diese Jahreszeit im 20 Minuten Takt fährt, den Weg nach oben antreten.

Nach circa 15 Minuten erreichen wir die Bergstation und sehen zuerst eine Rakete kurz vor dem Start… nein, natürlich Quatsch… es handelt sich um eine Sendeanlage für UKW und TV. Der Sender wurde schon 1956 auf einem fast 90 m hohen Betonturm gebaut. Sieht auf jeden Fall sehr futuristisch aus.

Da es so langsam Zeit für einen Lunch wird, suchen wir uns gleich ein gemütliches Plätzchen mit Panoramablick. Schon nach ein paar Metern verlaufen sich die Mengen und wir sehen unter uns die Bergstation:

Und finden schon bald den perfekten Platz für ein anständiges Picknick!

Über uns tummeln sich die Gleitschirmflieger…

…und vor uns eine Schafherde, dicht aneinandergedrängt vor einer Kuppe. Sehr idyllisch, da kann man beim Schäfchenzählen direkt zum Mittagsschlaf übergehen…

Schließlich rappeln wir uns auf und machen uns auf den Rundweg um und auf den Gipfel und erreichen die Überreste eines galloromanischen Tempels, der Merkur geweiht ist. Dahinter kann man wunderbar die Vulkankette erkennen.

Die Landschaft ist wunderbar. Überall summt und brummt es auf blühenden Wiesen mit Wildblumen und Gräsern.

Der Blick auf das 15 km entfernte Clermont-Ferrand:

Einmal um die Kuppe und wir erreichen den Start- und Landeplatz der Gleitschirmflieger. Das zu beobachten ist eine wirklich spannende Sache. Anders als bei uns in Deutschland geht es hier nicht ganz so geordnet zu. Die Piloten starten nicht von einer Plattform, nein, hier geht es direkt aus der Menge an den Start und dort wird auch gelandet. Darunter sind auch viele Touristen die sich an einen Tandemflug wagen.

Es ist ein farbenfrohes Spektakel, das sich uns da am Himmel zeigt!

Immer wieder hört man die Schreie der Passagiere, wenn der Pilot den Schirm schnell kreiseln oder auch, im Ernst, überschlagen läßt! Nichts für schwache Nerven! Ich gestehe… ich schaue da doch gerne nur zu!

Die Dame, die hier startet, lässt es etwas ruhiger angehen und liefert uns quasi eine Step by Step Anleitung:

Nachdem wir das Schauspiel am Himmel ausgiebig bewundert haben, treten wir über den „Chemin de Muletiers“ den Weg nach unten an. Mit einer Länge von knapp 2 km ist er nicht lange, aber ziemlich steil und rutschig. Der Höhenunterschied beträgt 350 m.

Oben sind die Temperaturen mittlerweile durch die leichte Brise sehr angenehm, während, je weiter wir runter laufen, es wieder ziemlich heiß wird.

Uns kommen noch ganze Karawanen entgegen, teilweise mit sehr schlechter Ausrüstung und so ist die Bergwacht im Dauereinsatz und ich muss sagen, dass es eine gute Idee war, mit der Bahn hochzufahren und runterzulaufen.

Immer wieder erspähen wir auf dem Weg nach unten die Vulkankette.

Am Fuß des Berges angelangt, laufen wir durch große Wälder zurück zur Talstadion. Der Boden wippt unter unseren Füßen und die Vögel zwitschern.

Und so erreichen wir wieder den Wohnmobilparkplatz bei der Station.

Euch gefällt die Tour und Ihr habt ähnliches vor? Dann gibt es hier noch ein paar Infos von mir:

Warum der Puy de Dôme und seine Umgebung zum Weltkulturerbe wurde und Informationen über die Entstehung dieser einmaligen Landschaft findet Ihr auf der Homepage der UNESCO: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-weltweit/chaine-des-puys-tektonikarena-der-limagne-verwerfung

Hier gibt es die Tickets für die Bahn! Wenn Ihr Online bucht, wird es sogar etwas günstiger: https://www.panoramiquedesdomes.fr/

Parkplätze für PKW’s und Wohnmobile stehen reichlich an der Talstation zur Verfügung.

Wir empfehlen Euch auf jeden Fall gutes Schuhwerk!

Zu laufende Strecke, wenn man auch die Bahn verwendet: 6 km

Höhenunterschied: 500 m

So, das war es für heute mal wieder von unserer Seite! Jetzt seid Ihr dran! Ich freue mich natürlich über viele neue Newsletteranmeldungen, Kommentare und Tipps von Euch!

Viele Grüße aus Niederbayern!

Anja und Ihr kleines Wanderteam!

PS. Die Übersicht mit allen Etappen unserer Reise, Stellplätze, Entfernungen und noch ein paar weiteren Infos findet Ihr hier: https://landeiundco.de/roadtrip-quer-durch-frankreich-bis-zum-atlantik/

PS Für Eure Pinwand auf Pinterest:



You may also like

Der Kurpark von Roßhaupten am Forggensee
Im Labyrinth am Ammersee
Meine liebsten Badeplätze in Lechbruck und Umgebung
Ausflug zum Schloss Tirol!

Leave a Reply