26
Sep
2019

Quittenmarmelade

Wer von euch kennt sie noch? Die gute alte Quitte! Eine fast vergessene Frucht aus Omas Zeiten! Schade eigentlich, denn sie ist nicht nur gesund und enthält mehr Vitamin C als ein Apfel, sondern sie ist auch wirklich lecker und der Duft… betörend!

Quitten wurden schon vor 6.000 Jahren von den Babyloniern kultiviert und gehören somit zu den ältesten angebauten Obstsorten überhaupt. Je nach Witterung werden sie meist in der ersten Oktoberhälfte geerntet und haben, wenn sie reif sind, fast keinen Flaum mehr.

Wenn Ihr angelockt von der schönen Farbe und dem herrlichen Geruch allerdings direkt in die Frucht beißen wollt, dann werdet Ihr enttäuscht sein. Sie ist hart und bitter! Verarbeitet Ihr sie aber zu Marmelade, Gelee, Kompott, Kuchen oder anderen Leckereien, dann… Yummi!

Zugegeben, das Vorbereiten der Früchte – den restlichen Flaum zu entfernen, schälen, entkernen und zuschneiden, ist nicht ganz so einfach wie bei einem Apfel, aber es rentiert sich… versprochen!

Als ich letzten Herbst bei einer Freundin eine Schale Quitten entdeckt hatte, wurden Kindheitserinnerungen wach! Meine Oma machte immer Quittenmarmelade. Sie ist eher wie ein Mus. Dieses dann auf frischem Baguette mit Butter drunter… lecker!

Nachdem die Quittenbesitzerin weder Zeit noch eine Idee zur Verarbeitung der Kostbarkeiten hatte, kam ich in Besitz der goldgelben Früchte. So habe ich versucht das Rezept meiner Oma herauszubekommen und das ist das Ergebnis:

Quittenmarmelade wie von meiner Oma!

Das brauch Ihr dafür:
  • 1200 g geschälte, entkernte und in Stücke geschnittene Quitten
  • 500 g 2:1 Gelierzucker (Quitten enthalten viel Pektin und gelieren gut!)
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Limette
  • Wasser 125 ml beim Thermomix / 200 ml für die klasssische Art
  • Marmeladengläser
Vorbereitung:
  • Quitten mit einem Kartoffelhandschuh oder Küchentuch vom Flaum befreien und abwaschen
  • Limette auspressen und Saft in eine Schüssel geben
  • Quitten schälen, entkernen und in grobe (für den Thermomix) und in kleine (für die klassische Art) Stücke schneiden, in die Schüssel mit dem Limettensaft geben und immer wieder umrühren, damit die Früchte nicht so schnell braun werden
So geht es mit dem Thermomix:
  • Früchte im Thermomix abwiegen und auf Stufe 5/5 Sekunden mit Hilfe des Spatels hacken.
  • Gelierzucker 2:1 zugeben und für eine halbe Stunde ziehen lassen.
  • Zimt und 125 ml Wasser zugeben
  • 30 Minuten/Stufe 2 100 Grad – auf 90 Grad zurückstellen, wenn die Masse kocht, damit nichts übergeht.
  • 30 Sekunden/Stufe 5 pürieren. Achtung: kleinen Deckel nicht vergessen!
  • Marmeladegläser heiß ausspülen.
  • Die Marmelade sofort einfüllen, verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen.
So geht es mit auf die klassische Art:
  • Früchte für die klassische Art in einen Topf abwiegen und 200ml Wasser zugeben.
  • 30 Minuten weich kochen lassen. Damit nichts anbrennt, solltet Ihr immer wieder umrühren
  • Mit einem Pürierstab pürieren, Zimt und Gelierzucker zugeben und unter ständigem Rühren nochmals 10 Minuten kochen.
  • Marmeladegläser heiß ausspülen.
  • Die Marmelade sofort in Marmeladegläser füllen, verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen.
Genießen:
  • Mein Favori: mit Butter oder auch Frischkäse auf Baguette oder Knäckebrot… ein Gedicht! Laßt es Euch schmecken!

Alles Liebe aus der Probierküche von Landei & Co!

Eure Anja

PS. Die Anhänger für meine selbstgemachten Mitbringsel aus der Küche mache ich immer ganz schnell selbst. Hierfür habe ich mir schon vor längerem einen Stanzer gekauft, den ich für verschiedenste Anlässe im Einsatz habe.

Dazu benötige ich:
  • Tonpapier wenn es ein leichter Anhänger sein soll. Muss er etwas stabiler werden, dann verwendet Fotokarton in der gewünschten Farbe.
  • Bäckerkordel in der gewünschter Farbe
  • Silberstift
  • Locher
So geht es:
  • Stanzen, lochen, beschriften, festbinden… fertig!

PPS Noch mehr Rezepte – unter anderem für Mirabellen- und Apfelmarmelade und für Apfelmus – von Landei & Co findet Ihr hier:

https://landeiundco.de/category/kreativ/landei-in-der-kueche/

PPPS Und hier noch für Eure Pinwand auf Pinterest:

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6 Responses

  1. Evelyn

    Hallo Anja,
    die Quittenmarmelade ist der Hammer. Habe etwas weniger Zimt genommen, Zitrone statt Limetten und Zitronenabrieb mit rein. Nach dem Pürieren nur 6 Minuten gekocht. Jetzt gerade im Joghurt probiert. Ich könnte mich reinsetzen 🙂
    Sogar mein Mann, der Quitten eigentlich nicht mag, findet sie super.

    Liebe Grüße

    1. Landei und Co

      Liebe Evelyn,
      das freut mich sehr! Mir geht es genauso!
      Schade dass man so schwer an die Früchte rankommt… wenn wir nächstes Jahr unseren Garten neu anlegen, werde ich mir ein Quittenbäumchen pflanzen!
      Ein ganz schönes Wochenende! Wird ja wohl nochmal ein feines Bergwetter!
      Liebe Grüße,
      Anja

      1. Evelyn

        Hallo Anja,
        ich komme leicht ran, meine Nachbarin hat einen großen Quittenbaum und macht nichts damit. Ich kann also quasi immer alle haben 🙂
        Koche jetzt die zweite Runde.
        Liebe Grüße

  2. Ich liebe den Duft von Quitten. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Quittenmarmelade weniger mag. Ich bin im Moment dabei, meine Aprikosen zu verarbeiten. Die Ernte beginnt immer erst sehr spät Ende September.
    Viele Grüße von
    Margit

    1. Landei und Co

      Hallo liebe Margit,
      ah da bist Du nicht die einzige… habe in den Kommentaren auf Facebook, Insta und Co erfahren, dass es zwei eindeutige Lager gibt: Die Quittenmarmeladeliebhaber und die Quittengeleeliebhaber… aber wenige die beides mögen. Heißt das, Du magst Gelee?
      Yummi, was machst Du denn mit den Aprikosen? Trocknen, Marmelade, einwecken…
      Liebe Grüße,
      Anja

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